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Aktuelle Entscheidungen

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Kriegsdienstverweigerung kann teuer werden: BVerwG bestätigt Rückforderung von Ausbildungskosten
BVerwG, Urteil vom 12.03.2020 – 2 C 37.18 Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass ein Berufssoldat, der nach seiner Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer vorzeitig aus dem Dienst ausscheidet, grundsätzlich Ausbildungskosten an den Bund zurückzahlen muss . Im konkreten Fall hatte der Soldat zunächst an einer Bundeswehruniversität studiert und anschließend eine kostspielige Fachausbildung zum Flugsicherungskontrolloffizier absolviert. Nach der Anerkennung als...
vor 3 Tagen1 Min. Lesezeit


Schadenersatz nach Nichtbeförderung: VG Koblenz stärkt Rechte von Soldaten
VG Koblenz, Urteil vom 15.01.2025 – 2 K 201/24.KO Das Verwaltungsgericht Koblenz hatte über die Klage eines Soldaten zu entscheiden, der trotz erfüllter Voraussetzungen nicht rechtzeitig zum Oberstleutnant befördert worden war. Hintergrund war die bei der Bundeswehr praktizierte monatliche „Beförderungslesung“. Der Dienstherr hatte Bewerber mit alten und neuen Beurteilungssystemen in getrennten Beförderungsreihen geführt und die verfügbaren Planstellen proportional verteilt.
5. Feb.1 Min. Lesezeit


Keine automatische Entlassung trotz schwerer Straftat - OVG Bremen
OVG Bremen, Beschluss vom 20.01.2025 – 2 LA 81/23 Das Oberverwaltungsgericht Bremen hat entschieden, dass ein Zeitsoldat nicht automatisch fristlos entlassen werden darf , selbst wenn ihm eine Straftat von erheblichem Gewicht vorgeworfen wird. Im konkreten Fall ging es um einen Hauptgefreiten, dem eine gefährliche Körperverletzung in der Freizeit zur Last gelegt wurde. Die Bundeswehr hatte ihn daraufhin fristlos entlassen. Das Gericht stellte jedoch klar: Auch bei schweren V
2. Feb.1 Min. Lesezeit


Disziplinarverfahren trotz Entlassung
Bundesverwaltungsgericht, Beschluss vom 21. Mai 2025 – 2 WB 15.24 Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass ein gerichtliches Disziplinarverfahren auch nach einer Entlassung wegen fehlender Eignung (§ 55 Abs. 4 SG) nicht automatisch unzulässig ist. Im konkreten Fall war ein früherer Soldat wegen rechtsextremistischer Vorwürfe entlassen worden. Später wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet, das zunächst eingestellt wurde – mit der Begründung, die Entlassung hab
22. Jan.1 Min. Lesezeit


Fliegerzulage richtig berechnet: VG Schwerin stärkt Rechte von Soldaten
Urteil des VG Schwerin vom 29.12.2025 – 1 A 1575/24 SN Das Verwaltungsgericht Schwerin hat entschieden, dass Berufssoldaten Anspruch auf die Weitergewährung der Stellenzulage nach fliegerischer Verwendung in der Höhe der zuletzt tatsächlich gezahlten Zulage haben. Im konkreten Fall hatte die Bundeswehr die Zulage nach Ende der fliegerischen Verwendung gekürzt und sich dabei auf eine ältere, niedrigere Zulagenhöhe berufen. Das Gericht stellte klar: Maßgeblich ist die letzte
16. Jan.1 Min. Lesezeit


Leistung schlägt Dienstalter: OVG kippt starre Mindestdienstzeiten bei Beförderungen
OVG NRW, Beschluss vom 25.07.2025 - Az. 1 A 842/23 Das Oberverwaltungsgericht hat in einem aktuellen Beschluss verdeutlicht, dass sehr lange, starre Mindestdienstzeiten - wie etwa 16 Jahre seit der Ernennung zum Feldwebel bei der Beförderung zum Stabsfeldwebel - nicht mit dem Grundsatz der Bestenauslese nach Art. 33 Abs. 2 GG vereinbar sind. Entscheidend sind allein individuelle Eignung, Befähigung und fachliche Leistung der Bewerbenden. Dienstzeiten dürfen daher nur dann ein
2. Jan.1 Min. Lesezeit
Faire Beurteilung braucht faire Gruppen: BVerwG schärft Regeln für Vergleichs- und Referenzgruppen
In einer aktuellen Entscheidung (Az 1 WB 64.24, Beschluss vom 26.06.2025) hat das Bundesverwaltungsgericht die Anforderungen an die Vergleichsgruppenbildung bei dienstlichen Beurteilungen für (frei-)gestellte Soldatinnen und Soldaten konkretisiert: Vergleichsgruppen müssen hinreichend homogen sein, damit alle Gruppenmitglieder im Wesentlichen denselben Anforderungen an Eignung, Befähigung und fachliche Leistung unterliegen. Nur so ist ein fairer Vergleich und eine leistungsge
30. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Durchbruch beim Vaterschaftsurlaub: Verwaltungsgericht Köln stärkt Rechte von Vätern im öffentlichen Dienst
Das Verwaltungsgericht Köln hat am 11.09.2025 ein wichtiges Urteil gefällt (Az. 15 K 1556/24 ): Ein Bundesbeamter hat erfolgreich acht Tage bezahlten Vaterschaftsurlaub eingeklagt. Zuvor hatte sein Arbeitgeber, die Bundeswehr, den Antrag noch abgelehnt, weil ein solcher Anspruch im deutschen Gesetz bisher nicht ausdrücklich geregelt ist. Worauf stützt sich das Gericht? Eine EU-Richtlinie verlangt schon seit 2022, dass alle Väter nach der Geburt ihres Kindes mindestens zehn Ta
24. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Disziplinarverfahren dürfen nicht unangemessen lange dauern – Rechte der Soldaten gestärkt
Soldatinnen und Soldaten haben Anspruch auf ein zügiges Disziplinarverfahren. Das BVerwG stellt in seiner Entscheidung vom 21.01.2025 (Az 2 WDB 11.23) klar: Je länger Maßnahmen wie vorläufige Dienstenthebung oder Einbehaltung von Bezügen andauern, desto strikter sind die Anforderungen an die Verhältnismäßigkeit. Eine unangemessen lange Verfahrensdauer kann dazu führen, dass disziplinare Nebenentscheidungen (etwa die teilweise Einbehaltung der Dienstbezüge) aufzuheben sind. Da
23. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Anforderungen an dienstliche Beurteilungen: Transparenz, Dokumentation und Vergleichsgruppen
Auch zuletzt hat das Bundesverwaltungsgericht (Az 1 WB 22.24, Beschluss vom 28.08.2025) wiederholt betont: Fehler bei dienstlichen Beurteilungen – etwa bei der Bildung oder Zusammensetzung von Vergleichsgruppen, unsachgemäße Dokumentation, oder eine zu kleine oder inhomogene Gruppe – können die Beurteilung rechtswidrig machen. Für alle Soldatinnen und Soldaten gilt, dass die Vergleichsgruppe möglichst homogen und nachvollziehbar gebildet werden muss. Bei Streit über die Einor
18. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Vorläufige Dienstenthebung und Einbehaltung von Dienstbezügen: strenge Anforderungen an Verhältnismäßigkeit
Maßnahmen wie die vorläufige Dienstenthebung und die partielle Einbehaltung von Dienstbezügen bei laufenden Disziplinarverfahren unterliegen dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Vor allem die Höhe und Dauer der Einbehaltung müssen laufend überprüft und an die wirtschaftliche Situation der Betroffenen angepasst werden. Der Dienstherr darf durch eine Anordnung nicht die wirtschaftliche Existenz gefährden oder die Verteidigung im Verfahren faktisch unmöglich machen. Darüber hi
14. Dez. 20251 Min. Lesezeit
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